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Startseite News & Termine Creditreform News Lokale Nachrichten Mittelständler in Osnabrück suchen Nachfolger

Mittelständler in Osnabrück suchen Nachfolger

Osnabrück, 11.06.2008

Rund 2.200 inhabergeführte mittelständische Unternehmen in Stadt und Landkreis Osnabrück werden in den kommenden Jahren einen Nachfolger für den jetzigen Geschäftsführer finden müssen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung der Wirtschaftsdatenbank des Vereines Creditreform Osnabrück.

"Damit entwickelt sich die Regelung der Unternehmensnachfolge für 23 Prozent aller kleinen und mittleren Betriebe in der Region zu einem echten Wegweiser für deren wirtschaftliche Zukunft" betont Rolf Unger, geschäftsführender Gesellschafter von Creditreform Osnabrück. Denn scheidet der bisherige Kopf des Unternehmens aus, könnte die Firma in eine Nachfolgekrise geraten, die den Fortbestand des Betriebes bedroht. Auch ist die Kreditvergabe der Banken häufig an die frühzeitige Regelung der Unternehmensnachfolge geknüpft. "Mittelständler, die hier noch nicht vorgesorgt haben, könnten schwieriger an Fremdkapital kommen oder müssen sich eine schlechtere Bonitätseinstufung gefallen lassen", weiß Rolf Unger.

Nachfolgeregelung wichtiges Thema bei der Kreditwürdigkeit

Die erfolgreiche Übergabe des Geschäfts an den Nachfolger ist Voraussetzung, um Arbeitsplätze und Firmenwert zu erhalten. Im Durchschnitt zählen Osnabrücker Unternehmen, bei denen ein baldiger Generationswechsel ansteht, neun Mitarbeiter. Die Studie von Creditreform Osnabrück zeigt auch, dass Handel und Gastgewerbe am stärksten vom Thema Unternehmensnachfolge betroffen sind. Knapp 27 Prozent dieser Betriebe werden in naher Zukunft einen Nachfolger finden müssen. Dagegen steht im Bauhaupt- und Baunebengewerbe sowie im Dienstleistungssektor nur bei jedem fünften Betrieb (20,6 Prozent bzw. 20,9 Prozent) ein baldiger Generationswechsel an.

Familienexterne Nachfolge rückt in den Fokus

Die traditionelle Form der Betriebsübergabe innerhalb der Familie trifft für immer weniger der hiesigen Mittelständler zu. Wenn sich kein geeigneter oder übernahmewilliger familieninterner Nachfolger findet, rücken alternative Wege des Generationswechsels wie der Verkauf oder eine familienexterne Lösung in den Fokus. So plant bereits jedes vierte Unternehmen aus der Region Osnabrück den Verkauf des Betriebes als Form der Nachfolgeregelung.



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